reformpädagogische Ideen, pädagogische Praktiken der Individualisierung und politische Konstellationen
von Fritz-Ulrich Kolbe & Sabine Reh
http://www.linksnet.de/de/artikel/25218
Die Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen (AGS) informiert auf ihrer Homepage über die Qualitätssicherung in Rheinland-Pfalz, die gesetzlichen Grundlagen, den ´Orientierungsrahmen Schulqualität´, die Aufgaben der AGS und über die Methoden und Verfahren der externen Evaluation.
Quelle: Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz
http://aqs.rlp.de/externe-evaluation/einfuehrung.html
Um Lehrkräften die Recherche nach Unterrichtsmaterialien zu erleichtern, hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) die Publikation "Perlen im Netz - Ausgewählte Internetseiten für Schule und Unterricht" erstellt. Sie kann kostenfrei im Internet bestellt oder heruntergeladen werden.
Die besten Websites für Schulen
SMART Technologies, Marktführer im Bereich "Interaktive Whiteboards", verkündet, dass der Einsatz Interaktiver Whiteboards Lehrer/innen massiv entlasten würde - was Unterrichtsvorbereitung, Unterrichtsdurchführung und Leistungsbeurteilung betrifft. Damit würde durch den Einsatz interaktiver Whiteboards die Burnout-Quote bei Lehrer/innen gesenkt und der Staat könnte Millionenbeträge einsparen. Das stimmt so natürlich nicht. Lesen Sie mehr zum Thema "Whiteboards"
http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/interaktive-whiteboards-smart-technikfetisch/3626/
Die Friedrich-Ebert-Hauptschule in Frankenthal erhält als 32. rheinland-pfälzische Schule die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".
Die Verleihung findet am 25. November 2009 um 10.30 Uhr im Ökumenischen Gemeindezentrum Pilgerpfad statt.
Um den Titel "Schule ohne Rassismus" zu erwerben, müssen sich mindestens 70% aller Schulangehörigen durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bekennen. Das europaweite Projekt wurde 1988 in Belgien gegründet und läuft seit 1995 in Deutschland. Bundesweit gibt es über 650 Schulen ohne Rassismus.
Weitere Infos bei der
Landeszentrale für politische Bildung, die das Projekt in Rheinland-Pfalz koordiniert.
Die zweitägige Fortbildung baut auf dem Grundkurs für außerschulische Partner von Ganztagsschulen auf und soll den Teilnehmerinnen die Möglichkeit bieten, durch Reflexion der eigenen Arbeit erweiterte Handlungsmöglichkeiten zu erwerben.
Die sogenannten Aufbautage werden an verschiedenen rheinland-pfälzischen Standorten statt finden. (2-tägiger Block, jeweils Freitag bis Samstag)
Die Termine und Orte sind:
08.01. – 09.01.2010, Mainz
05.02.-06.02.2010, Cochem
05.02. – 06.02.2010, Koblenz
19.02.- 20.02.2010, Speyer
Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur übernimmt die Kosten für die Referenten und die Tagesverpflegung der Teilnehmer. Eine Übernachtung muss bei Bedarf selbst organisiert werden. Verantwortlich für die Konzeption und Durchführung der Fortbildung ist das Sozialpädagogische Fortbildungszentrum (SPFZ).
Weitere
Infos und Kontakt.


Der Landeselterntag 2009 begann (erfreulicherweise) mit der hervorragenden Big-Band des
Landesmusikgymnasiums und drei auf- und anregenden Kompositionen.
Anschließend begrüßte Michael Esser, Vorsitzender des
Landeselternbeirats Rheinland-Pfalz, (Bild rechts) die vielen Zuhörer in der Aula, die bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Er begann mit dem verbrieften Recht eines jeden Kindes auf die bestmögliche Bildung und verwies darauf, dass Bildung von zentraler Bedeutung für die Zukunft unserer Kinder und damit auch den Fortschritt unserer Gesellschaft ist. Ziel muss es sein, jeden Einzelnen bis an die Grenzen seiner persönlichen Leistungsfähigkeit zu fördern.
Von besonderer Bedeutung dabei sind ihm gemeinsames Erarbeiten von Aufgaben und Problemen und die begleitende Interaktion aller Partner. Das beinhaltet die Forderung nach Schluss mit "Fehlersuch- und Beschämungskultur" an unseren Schulen. Grundlage allen Erziehunsarbeitens muss der gegenseitige Respekt sein.
Zentrum ist der individuelle Lehr- und Lernprozess. Dabei ist der Verweis auf bestehende (Hoch)Begabungen oft überbewertet, entscheidend ist mindestens genau so stark die jeweilige Motivationslage.
Dazu stellte er 7 Regeln auf:
Hier ist seiner Ansicht nach das Bildungsministerium gefordert. Dafür sagte er die garantierte Unterstütztung durch den Landeselternbeirat zu.
Dann begrüßte Herr Moser, der Direktor des
Landesmusikgymnasiums als Hausherr die Besucher. Dabei stellte er in Kürze die Konzeption dieser in RLP einzigartigen Schulform vor.

Bildungsministerin Doris Ahnen dankte in ihrem Statement zunächst Herrn Esser für seine "parteiischen" (nicht parteilichen!- die Red.) Ausführungen, denen sie im Großen und Ganzen, aber nicht in allen Bedingungen zustimmen könne.
Dann ging sie auf die individuelle Förderung der Kinder(Schüler) ein. Sie verwies auf entsprechende
Anstrengungen ihres Ministeriums, aber auch auf viele Hemmnisse. Im Orientierungsrahmen sei aber alles schon entsprechend angelegt.
Für die Durchsetzung bedürfe es dabei immer der Rückkoppelung mit den Eltern.
Besonders wichtig dabei ist die in RLP praktizierte Qualitätssicherung des Unterrichts. In Bezug auf die Forderung nach mehr Heterogenität gab sie zu, dass dies noch nicht ausreichend erfüllt sei.
Besonders bedeutsam sei allerdings auch die Tatsache, dass die vielen Herausforderungen an die Schule schneller wachsen als die Schule dem nachkommen könne.
Besonders im Berufsbildungsbereich, führte sie aus, habe man dieses Schuljahr sechs neue berufliche Gymnasien genehmigt. Auch die Weigerung des Landes Rheinland-Pfalz sich der G8-Bewegung voll anzuschließen, sei in diesem Sinne vernünftig gewesen.
Aber man habe in diesen Schuljahr auch über 500 Ganztagsschulen im Lande.
Ein weiteres Ziel seien auch kleinere Klassen. Ein erster Schritt dazu solle die Begrenzung auf 28 Schüler(innen) als Regel gelten. Kleine Grundschulen auf dem Lande sollten aber unbedingt erhalten werden.
Auch in der Lehrerversorgung sei gehandelt worden. Es wurden 1000 Lehrer eingestellt. (Wieviele aber gingen, sagte sie nicht - d. Red.) Ein besonderer Mangel bestehe im gymnasialen Bereich in einzelnen Fächern. Um weitere Bewerber zu gewinnen oder Abfluss in andere Bundesländer zu verhindern, sei auch das Verbeamtungsalter auf 45 Jahre heraufgesetzt worden.
Aber auch "neue Instrumentarien" seien angedacht, wie z.B. der Lehrerpool der Schulaufsicht, aus dem heraus die Verwirklichung innovativer Schulkonzepte erleichtert werde.
Für die Duchsetzung solche Pläne ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Partner (Lehrer, Eltern, Schüler, Schulaufsicht, Bildungspolitik und Kommunen) besonders wichtig.

Reinhard Kahl, bekannter Bildungsjournalist und Filmemacher, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die "Entdeckung der frühen Jahre" (im Bildungs- und Erziehungsprozess unserer Kinder- d.Red.).
Voran stellte er eine schon oft von Pädagogen geäußerte Aussage: Kinder sind keine Fässer, die mit Bildung und Wissen gefüllt werden , sondern Flammen, die entzündet werden müssen. Dabei konnte er sich einen kleinen Seitenhieb auf den gymnasialen Lernzweig nicht verkneifen. Beifall aus dem Publikum schien ihn zu bestätigen
Seiner Meinung nach ist das Grundprinzip allen Lernens das Prinzip der "Anknüpfung" (an individuelle Vorerfahrungen, Lernerfahrungen und Situationen u.a.). Jeder lernt eben auf seine Weise. Dazu bedarf es nicht unbedingt irgendwelcher hervorgehobenen Projekte, die nach Durchführung wieder in der Schublade landen.
Er brachte in seiner launigen Art die Forderung: "Weniger pädagogische Innnovation und mehr päd. Müllabfuhr" (um Missverständnissen vorzubeugen, mit Müllabfuhr meinte er die Beseitigung alt hergebrachter Hemmnisse und Fehler im herkömmlichen Schul- und Bildungssystem!- d.Red.)
Auch der Begriff "Förderung" sollte durch den Begriff "Herausforderung" ersetzt werden. Lernen von (Klein-)Kindern vollzieht sich auch ohne Förderung und sogar homogener, wenn die Kinder vor Herausforderungen stehen und diese nach entsprechenden Erfahrungen auch bewältigen und, was noch viel wichtiger ist, auch bewältigen wollen! (Betonung liegt auf Wollen.) Er sprach in diesem Zusammenhang vom "Lerngenie" der Kinder. Dies wurde dann durch die Vorführung eines kleinen Filmvotrags untermauert.
Danach erwähnte er den Begriff "Lernkathedralen". Gemeint ist damit, dass für die Bildung der Kinder ( und Jugendlichen - d.Red) die besten Häuser und die besten Lehrer(innen) gerade gut genug seien. Laut Kinsey-Studie habe jeder Euro, der in Bildung gesteckt wird auf längere Sicht eine Rendite von ca 12%, warum also nicht so lukrativ investieren?
Provokativer Rat von Herrn Kahl: Wenn Sie in eine deutsche Schule gehen, schauen Sie erst einmal die Toilette an! Wie recht er hat.
Er berichtete dazu von einem Besuch in einer Schule in Dänemark, die mit Designerleuchten, Originaler Kunst an den Wänden und anderen "Seltsamkeiten" ausgestattet war.
Bemerkung aus dem Kreis deutscher Besucher: Ist das nicht ziemlich übertrieben? Die erste Frage eines deutschen Kollegen: Habt ihr keine Angst, dass das geklaut wird? Antwort des dänischen Kollegen: Wenn wir das nicht so könnten, würden wir besser aufhören.
In jeder Bildungsstätte ist die (innere) Athmosphäre von größter Bedeutung. Alle Beteiligten sollten dazu in gegenseitigem Repekt und Vertrauen auf neue Herausforderungen reagieren. Keinesfall aber dürfe man bei den alten Standpunkten verharren, dass nur das gelingen könne, was nicht schiefgehen darf. Wieder ein lustiges Beispiel dazu: Wenn die ersten Zellen in der Frühgeschichte der Evolution so gedacht hätten, gäbe es uns heute gar nicht.
In Italien spricht ein Pädagoge vom Raum als "dritten Pädagogen!
Zum Schluss zeigte er noch zur Illustration Filmbeiträge von Schulen, die den deutschen Schulpreis erhielten.
Erkenntnis daraus: Kinder(Schüler(innen)) lernen am besten, wenn sie ganz bei sich selbst sind und dabei neugierig und brennend an der Welt interessiert werden.

Anschließend wurde das Podium installiert:
Moderator: Joachim Türk, Chefredakteur der Rhein-Zeitung (2. v.l.)
Teilnehmer:
- Michael Esser, Vorsitzender des Landeselternbeirats (2. v. r.)
- Reinhard Kahl, Bildungsjournalist und Filmemacher (ganz rechts)
- Doris Ahnen, Bildungsministerin RLP (Mitte)
- Hanna Zoe Trauer, Innenreferentin der
Landesschülervertretung (links)
Von der folgenden Diskussion werden nur einige wichtigere Momente wiedergegeben.
Frau Kauer (Bild rechts): Die gesehenen Beispiele sind wirklich gut und ermutigend, aber die Realität vor Ort sieht meist anders aus. Es gibt eine Menge sehr guter Lehrer(innen), aber auch die stoßen sehr schnell an Grenzen und ziehen sich eventuell zurück.
Was die Beurteilung von "Spick-Mich" im Internet angeht wird dies von der Schülervertretung sehr kritisch betrachtet. Wenn man ein schulinternes unabhängiges Medium zur Beurteilung der Lehrer(inne)n hätte, wäre SpickMich vielleicht gar nicht nötig.
Herr Esser: Wer andere beurteilt, muss auch zulassen, beurteilt zu werden
Frau Ahnen: Das geschieht allerdings im Fall von SpickMich auf ganz anderen Ebenen und muss deshalb differenziert betrachtet werden
Im Bezug auf die Anregungen von Herrn Kahl habe ich zwiespältige Gefühle. Die gesehenen Beispiele sind hervorragend, aber die Realität sieht anders aus. Schön wär´s aber allemal. Aber es ist auch nicht alles schlecht, was wir heute haben.
Auf die Frage des Moderators, "Können die einzelnen Schulen das nicht selbst in die Hand nehmen, dürfen die das überhaupt? : "Schulen in RLP dürfen eigenständig mehr als sie glauben zu dürfen!" Dazu gibt es auch einige
Erfolg versprechende Ansätze.
Dazu Herr Kahl: "Auch Lehrer dürfen mehr als sie glauben!" (Ob er als Journalist das richtig sieht? - die Red.)
Am Nachmittag, nach einem gemeinsamen Mittagessen, gab es dann noch die Möglichkeit, verschiedene Foren zu besuchen. Eine Kurzbeschreibung finden Sie auf den
Seiten des Landeselternbeirats.
Bericht: Dipl.Päd. Manfred Schreiber
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Siehe dazu auch
Startschuss für Professionalisierung der Elementarpädagogik
Berliner Lehrkräfte und andere Fachleute aus dem Bildungsbereich haben Antworten auf folgende Fragen aus der Praxis für die Praxis zusammengetragen:
* Was ist eine gute Schule?
* Was ist guter Unterricht?
* Wie entsteht ein gutes Schulklima?
* Was zeichnet eine gute Schulleitung aus?
http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/351+M591cfe43548.html
(von Jürgen Spaniol)
Pädagogik-Experte Hans Brügelmann über Leistungsdruck, Ganztagsschulen und machtlose Bundespolitiker - Hans Brügelmann, geboren 1946, ist Professor für Grundschulpädagogik und Didaktik an der Universität Siegen und Sprecher des Verbunds der Reformschulen "Blick über den Zaun". spektrumdirekt sprach mit ihm anlässlich der Bundestagswahl 2009 über Föderalismus, schulischen Druck und hektische Politik. Lesen Sie mehr zum Thema
"Bildungslage in Deutschland"
Quelle: spektrumdirekt - Das Gespräch mit Prof. Dr. Brügelmann führte Tanja Krämer.
Die eTwinning Aktion fördert Schulpartnerschaften in Europa durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Sie bietet Unterstützung, Werkzeuge und Dienste, die es Schulen ermöglichen, kurz- oder langfristige Projekte in jedem Unterrichtsfach durchzuführen.
Das eTwinning Portal (www.etwinning.net) ist in 23 Sprachen verfügbar und fungiert als zentraler Treffpunkt und Arbeitsplatz der Aktion. Im Moment sind rund 50 000 Mitglieder und mehr als 4000 Projekte zwischen zwei oder mehreren europäischen Schulen registriert. Das Portal bietet LehrerInnen Onlinewerkzeuge zur Partnersuche, zur Durchführung von Projekten, zum Ideenaustausch und zum Austausch bester Praxisbeispiele. LehrerInnen können ihre Arbeit sofort beginnen und sich verschiedene, spezielle auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Werkzeuge, auf der eTwinning Plattform zu Nutze machen.
http://www.etwinning.net
http://www.etwinning.net/de/pub/index.htm
Ab sofort ist die Ausgabe 04/2009 von "Heilpädagogik online" abrufbar:
Die Datei ist ca. 1,5 Mb groß.
Ob eine Schule erfolgreich ist, darüber entscheidet vor allem die Leitung. Ein Tag im Leben einer Schuldirektorin
mehr dazu
http://www.zeit.de/2009/40/B-Schulleiter
Sie glühen vor, tanken voll, erbrechen - und trinken dann ungerührt weiter: In einer Kinderklinik in Hannover werden jugendliche Kampftrinker therapiert.
Warum ist der gewollte Kontrollverlust Trend? Und wann ist der endlich vorbei? SPIEGEL ONLINE hat das "Teen Spirit Island" besucht.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,647736,00.html
Klicken Sie hier
direkt zur Homepage (Ludgerusschule Heiden, NRW). Sie sehen ein excellentes Beispiel, wie eine Schulhomepage gestaltet sein kann.
Sicher haben nicht alle Schulen finanziell oder personell die Möglichkeiten einer solchen perfekten Präsentation. Aber man könnte sich hier doch einige Anregungen holen!
Kurz vor Ende ihrer Amtszeit holte Bildungsministerin Annette Schavan Studenten und Hochschulvertreter in eine Gesprächsrunde. Dort kündigte sie Reformen an, die sie nicht wird ausführen müssen. Vermutlich scheidet die farblose Ressortchefin nämlich nach der Bundestagswahl aus dem Amt.
http://www.spiegel.de/
Kulturschulen stellen die künstlerisch- ästhetische Dimension in den Mittelpunkt ihres Schullebens: Im Unterricht genauso wie in Projekten, auf dem Schulhof und in der Vernetzung mit ihrem Sozialraum.
Derzeitig beschäftigt sich die BKJ intensiv mit der Erarbeitung eines Konzeptes für kulturelle Schulentwicklung. innerhalb dieses Arbeitsprozesses haben wir an dieser Stelle Konzepte und Instrumente verschiedener Fachvertreter gesammelt. Die "Werkzeugbox kulturelle Schulentwicklung" enthält Dokumente aus den Bereichen der Schulentwicklung, der Qualitätsentwicklung von Kooperationen zwischen Kultur und Schule sowie von der BKJ entwickelte Arbeitshilfen für die Entwicklung von Kulturschulen.
Leitlinien einer kulturellen Schulentwicklung
Prof. Dr. Max Fuchs, Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.
Stand: 18. März 2009
[Download]
"Um Verhaltensauffälligkeiten bereits bei Grundschulkindern zu vermeiden, haben sich 13 Koblenzer Schulen nun im „NetzwerkE“ zusammengeschlossen. Unterstützt werden sie vom Jugendamt, Fachleuten aus dem Erziehungswesen und der Universität." (Meldung der Rhein-Zeitung am 05.05.2009)
Eine wirklich erfreuliche Meldung, die allerdings nachprüfbar mit Inhalten gefüllt werden muss. Informationen dazu können Sie -falls gewünscht- sicher bei der Initiatorin Frau Dr. Margit Theris-Scholz, Leiterin der Diesterwegschule erhalten. Tel.: (02 61) 3 4160
Nach einem Bericht der Rheinzeitung vom 27.3.2009 haben "nach
Ansicht der meisten Bürger überforderte Lehrer zu große Klassen. ...
Eine Mehrheit der Eltern sagt...wir kümmern uns zu wenig." Siehe dazu auch einen
Bericht von RZ-online
Im
Spiegel liest man dann dagegen gleich: Mehrheit der Deutschen hält Lehrer für überfordert und unfähig.
Offensichtlich sind die alten Vorurteile doch nicht beseitigt! Die
Mehrheit der Lehrer kann damit nicht gemeint sein! Die Pädagogen in
Deutschland müssen weiter um ihr Image kämpfen.
Bericht bei der ARD und ein
Podcast
Bezug nimmt dieser Artikel auf ein Studie des
Instituts für Demoskopie in Allensbach mit dem Titel "Schule und Lehrer aus Sicht der Bevölkerung". Diese Studie selbst ist aber auf der Website des Instituts selbst noch nicht vorhanden!
Diese
Überzeugungen bedeuten nun aber noch nicht, dass die meisten Bürger
jetzt Lehrer für besser hielten als bisher! Auch die Erkenntnis, dass
viele Eltern selbst zu wenig tun, ist zwar bemerkenswert, sorgt aber
per se für keine effekive Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse.
Es kommt jetzt darauf an, sich zusammenzusetzen (Runder Tisch?) und vor
Ort auf einer vertrauensvollen Ebene zusammenzuarbeiten. Bisherige
Vorurteile von allen Seiten werden der Problemlage sicher nicht gerecht!
Zitat: "Die
öffentliche Thematisierung des Lehrerberufs folgt recht häufig einem
typischen Muster: Auf der einen Seite werden Lehrer und Lehrerinnen zu
„Hoffnungsträgern der Gesellschaft“ stilisiert, ohne eine Chance auf
Einlösung dieser Hoffnung zu haben, auf der anderen Seite werden sie
als „pädagogische Versager“ angegriffen, wenn sie die in sie gesetzten
Erwartungen nicht erfüllen. In diesem „Wechselbad öffentlicher
Thematisierung“ äußert sich öffentlicher Druck auf Lehrerinnen und
Lehrer immer wieder in einer Mischung aus Angriffen und darin
eingetragener Verachtung gegenüber dem Lehrerberuf."
Quelle
Anmerkung der Red.: Man sollte aber auch die Eltern nicht vergessen, die eine sehr wichtige Rolle dabei spielen sollten und auch können. Sie müssen bei der Prävention als Partner unbedingt beteiligt werden!
Frank J. Robertz; Ruben Wickenhäuser: Der Riss in der Tafel.
Amoklauf und schwere Gewalttaten in der Schule
Springer 2007
Preis: 29,95 Euro
Hätte man den Amoklauf in Winnenden vorhersehen können?
Amokläufe an Schulen sind vorhersehbar, sagt auch der Darmstädter Psychologe Jens Hoffmann, der gemeinsam mit seinen Kollegen ein Methode zur Früherkennung potentieller Amokläufer entwickelt hat. In einem stern.de-Interview spricht er über die Risikofaktoren und erklärt, warum es kaum weibliche Amokläufer gibt.
Richtig ist: Solche Vorkommnisse wie in Winnenden könnte es auch in Rheinland-Pfalz geben. Ist für Vorbeugung und Abwehr alles getan worden? Was können wir wirklich tun, und wer soll es tun?
W.Redwanz (Abteilungsleiter Schulaufsicht der ADD) in einem Interview:
"Gute Präventionsarbeit kann viel bewirken. Und die wird in unseren Schule geleistet." Dabei verweist er auf die Entwicklung und Verteilung eines "Leitfadens, der zeigt, wie eine Schule bei Fällen von Mobbing,Suizidandrohungen oder etwa extremer Gewaltbereitschaft reagieren soll". - und weiter: "Denn unsere Lehrer müssen stärker sensibilisiert werden, Signale frustrierter und enttäuschter Schüler besser zu deuten."
Eine stärkere Präsenz von Schulpsychologen an Schulen sind seiner Meinung nach "nicht das Allheilmittel, weil es die Lehrer sind, die durch ihren täglichen Kontakt zu den Schülern am ehesten Gefahren erkennen und handeln können".
Abgesehen von der Tatsache, dass Lehrer (Lehrerinnen) bei Klassen um oder über 30 Schüler(inne)n und zusätzlichem (teils unnötigen?) bürokratischem Stress kaum in der Lage sind, Entsprechendes immer und rechtzeitig zu bemerken, es fehlt ihnen auch häufig das Handwerkszeug dazu. (Lehrer sollen Bildung vermitteln und sind keine Psychologen)
Dazu reicht auch eine theoretische Unterweisung beim Studium und ein zeitlich terminierte Behandlung in den Studienseminaren nicht aus! Auch eine Handreichung oder ein Leitfaden können nicht automatisch das "richtige" Verhalten bewirken. Jeder Lehrer, jede Lehrerin muss direkt geschult werden! (Schließlich steht auch sein Leben auf dem Spiel)
Kerstin Sperber, Schulpsychologin aus Trier fordert genau deshalb obligatorisch für jede Schule eine(n) Schulpsychologen (in) oder eine(n) Sozialarbeiter(in). "Wir müssen die Probleme lösen, wenn sie noch klein sind!" (RZ v. 13.3.09). Wenn in Koblenz aber dafür nur sechs Vollzeitzstellen vorhanden sind, ist klar, dass hier keine Wirkung erzielt werden kann.
Dabei ist die Rolle der Eltern noch gar nicht oder nur unzureichend thematisiert. Sind es doch die Eltern, die in den ersten Entwicklungsjahren die Grundlagen von Vertrauen, Selbstbewusstsein und sozialen Einstellungen legen (sollten).
Unabhängig davon ist aus einer Systematischen Sicht heraus eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten (das heißt auch der Jugendlichen und Kinder!) unausweichlich.
Links:
Mit den vielfältigen Bemühungen, Schulen zu Ganztagseinrichtungen zu machen, werden unterschiedliche Ziele verfolgt. Neben den sozialpolitischen Hintergründen stehen die Hoffnung auf mehr Chancengleichheit und die Qualitätsverbesserung von Schule insgesamt im Mittelpunkt. Das bedeutet im Wesentlichen:
mehr Zeit zum Lernen;
mehr individuelle Förderung der Schwächeren und der Stärkeren bis hin zur Begabtenförderung;
höhere Anteile von Selbstständigkeit von Lernen und ausreichend Zeit für kulturelle und ästhetische Erziehung.
mehr dazu bei
medienzentrum-rheinland.lvr.de